Medienpädagogik

Die Medienpädagogik zeigt auf der Frübissage 2020 Trickfilme, die Student*innen in diesem und im vergangenen Wintersemester produziert haben.

Die Entdeckung der Dinge – Spielen mit Bedeutungen I

Ausgehend von dem Text Die Entdeckung der Gegenstände der Frühen Kindheit von Ursula Stenger haben Student*innen im Wintersemester 2018/2019 für ihre Trickfilme Gegenstände aus der Werkstatt Sachlernen reinszeniert. Es ging darum kulturelle Zuschreibungen und Bedeutungen, die zu einem bestimmten Umgang mit den Dingen herausfordern, zu brechen, mit Symbolen zu spielen, um eine Idee von der Auseinandersetzung von Kindern mit den Dingen in dieser Welt und den Bedeutungen, die ihnen in Kulturen zugeschrieben werden, entwickeln zu können.

Trickfilm eignet sich für dieses Spiel ganz besonders, da mit ihm Unbewegliches bewegt, leblose Dinge lebendig und personifiziert werden können. Da laufen, tanzen, sprechen dann Wollknäuel, Nähnadeln, Glitzerkugeln oder auch Eislöffel…

Eine traumhafte Reise von Julia Weide, Laura Schüller und Ronja Buck

Cultural Hacking im Trickfilm – Spielen mit Bedeutungen II


Müll: das sind oft kaputte, zerbrochene, abgenutzte Dinge, aber auch aufgerissene oder zerrissene Verpackungen. Müll ist – nicht immer, aber oft – kein neues Produkt mehr, über das sich sagen lässt, dass es eindeutig in seiner Funktion ist, in der Handhabung zu der es auf- und herausfordert. Gebraucht, verbraucht oder gar zerstört gehen Eindeutigkeiten verloren.
Für gewöhnlich schmeißen wir die Dinge dann weg. Wir meinen nichts mehr mit ihnen anfangen zu können. Doch Müll lässt sich auch als ein neuer Zustand von Produkten betrachten, der sich unter anderem dadurch auszeichnet, dass die Dinge bedeutungsoffener werden, sich in neue Verwendungszusammenhänge bringen lassen.

Davon ausgehend haben sich die Student*innen im Wintersemester 2019/2020 mit Plastikmüll beschäftigt, sich gefragt, woraus er besteht, wo er vorkommt, was er für die Meere und unser Leben bedeutet. Und sie haben Plastik gesucht und gesammelt: auf der Straße, auf dem PH Gelände und im eigenen Mülleimer, um es in Szene zu setzen. In ihren Trickfilmen erzählt das Plastik etwas vom Plastik dieser Welt, aber auch vom Leben in dieser Welt.

gesine kulcke

Annas Herz von Michaela Aslan und Fulya Ekdial